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Rückblick 2005
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Internationales Interesse an Leipziger Instrumenten der Stadterneuerung
Rund 400 Stadterneuerungsexperten aus neun Ländern besuchten die
Fachveranstaltungen der Aktionswoche Leipzig: Stadt im Wandel - FreiRäume leben,
die die Stadt Leipzig, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, vom 10. bis
18. September 2005 veranstaltet hatte. Anhand von Beispielen aus Leipzig und anderen
deutschen und europäischen Großstädten diskutierten die Teilnehmer Ergebnisse und
Strategien der Stadterneuerung und des Stadtumbaus. Leipzig hat sich internationale
Reputation als Kompetenzzentrum erworben, kommentierte der damalige Stadtbaurat
Leipzigs, Dr. Engelbert Lütke Daldrup. Als zukunftsträchtig werden vor allem das
ämterübergreifende Vorgehen und die Beteiligung der Akteure vor Ort angesehen, wie wir
sie erfolgreich im Leipziger Osten und im Leipziger Westen praktizieren.
Die auswärtigen Besucher kamen aus Mitteldeutschland etwa aus Halle, Görlitz und
Magdeburg ebenso wie aus Berlin, Bonn, Hamburg, Kassel, Köln oder Wuppertal.
Ausländische Fachleute reisten aus Großbritannien an, aus Italien, Österreich, Polen,
aus Slowenien, der Slowakei, Spanien und der Tschechischen Republik.
Insgesamt fand die Aktionswoche Beachtung vorwiegend bei Praktikern, die an den
aktuellen Fragen des Stadtumbaus arbeiten. Die großen Herausforderungen trotz geringer
Ressourcen umzusetzen, war ein Thema der Fachleute in Leipzig. Erörtert wurden
wichtige Fragen, wie durch Austausch und Projekte über EU-Projekte Kapital für die
Stadterneuerung gewonnen werden kann.
Das Städtische Kaufhaus in der Innenstadt Leipzigs als Veranstaltungsort hat sich nach
Einschätzung der Organisatoren als glückliche Wahl erwiesen. Das zentral gelegene,
repräsentative ehemalige Messehaus, in dem begleitend sieben Ausstellungen
stattfanden, bot gute Rahmenbedingungen. Als gewinnbringend betrachteten die
Teilnehmer auch die Verknüpfung der Symposien mit Aktionen in den
Stadterneuerungsgebieten Leipziger Osten und Leipziger Westen.
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Ausstellungen im Städtischen Kaufhaus
Neues Bauen in alten Häusern
Selbstnutzer / Stadthäuser Das Einfamilienhaus inmitten der Stadt
Der Leipziger Promenadenring
zwischengrün
Leipziger Osten
Leipziger Westen
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Samstag, 10. September 2005
OstLicht. Das Spätsommerfest im Leipziger Osten
Gemeinsames Stadtteilfest des Leipziger Ostens rund um die Eisenbahnstraße
und im Stadtteilpark Rabet
Der erfolgreiche Umbau der Eisenbahnstraße im Jahr 2004 sollte im Stadtteil
gebührend gefeiert werden. Dazu verständigte man sich ein gemeinsames großes Fest in den über die
Eisenbahnstraße miteinander verbunden Leipziger Stadtteilen Neustadt, Neuschönefeld
und Volkmarsdorf zu veranstalten. Auf dem Kunstfest Neustädter Markt gab es Kunst
zum Schauen, Hören und Mitmachen, auf dem Markt an der Eisenbahnstraße
präsentierten sich Geschäfte der Neuen Eisenbahnstraße, das NeuschöneFest bot
Sport und Spiel im neu gestalteten Freizeitpark Rabet, und vor der Volkmarsdorfer
Lukaskirche konnte ein buntes Familienprogramm erlebt werden. Eine Fahrt mit dem
Schlendrian sowie historischen Feuerwehrfahrzeugen brachte die Besucher bequem
von Ort zu Ort.
Die sechswöchige Kultu(o)r Leipziger Osten 2005 startete am Neustädter Markt mit der
Eröffnung des OstLichtes durch den damaligen Beigeordneten für Jugend, Soziales,
Gesundheit und Schule, Burkhard Jung. Im 2. Leipziger Bildungsfest wurde zu der Frage
diskutiert: Was tun wir Leipziger für die Bildung unserer Kinder? Als gemeinsamer
Höhepunkt beschlossen im Stadtteilpark Rabet die Big Band der Musikschule Leipzig
Johann Sebastian Bach, die Ten Colors und Los! Twang Marvels den mittlerweile von
Wolkenbrüchen begleiteten Abend. Ca. 3.000 Bürger, besuchten die Veranstaltungen.
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Sonntag, 11. September 2005
Stadtumbau-Brunch Leipziger Osten im Freizeittreff Rabet
Jugendfreizeittreff Rabet, Konradstraße 26
Seit vier Jahren verändert der Leipziger Osten Schritt für Schritt sein Gesicht. Maßnahmen des Stadtumbaus helfen, aus den vielen oft ungenutzten Flächen ein
spürbares Plus für die Wohn- und Lebensqualität zu entwickeln.
Der Stadtumbau-Brunch begann mit einem Jazz-Frühschoppen am Neustädter Markt.
Im Jugendklub Rabet wurde bei Kaffee und Croissants über den Stand und die Zukunft
des Stadtumbaus im Leipziger Osten informiert. Anschließend konnte auf einem
Spaziergang durch das Grüne Rietzschkeband der neue Stadtteilpark Rabet, ein
Selbstnutzer-Objekt in einer ehemaligen Wagenfabrik, grüne Interimsnutzungen und die
großen Stadtumbauprojekte Dunkler Wald und Lichter Hain an der Wurzner Straße
besichtigt werden. Am Abschluss des Tages standen Gespräche mit ausländischen
Künstlern am Neustädter Markt, die dort vorübergehend ihre Werke vorstellten.
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12. und 13. September 2005
Workshop Gründerzeit erleben"
InfoCenter Eisenbahnstraße 49, IC-E
Im Rahmen des durch die Europäische Union geförderten Projektes UTN II (Urban
Technology Network II) werden Pilotprojekte unterstützt, die zur Aufwertung von Städten
durch die Umsetzung innovativer Ansätze beitragen. In einem zweitägigen Workshop wurden gemeinsam mit Architekten, Ingenieuren und
Stadtplanern aus Venedig, Wien, Danzig und Leipzig drei dieser Pilotprojekte betrachtet. Während eines Rundganges wurden den Teilnehmern die Stadterneuerungspraxis im
Leipziger Osten anhand konkreter Projekte gezeigt und, darauf aufbauend das Leipziger
Pilotprojekt Gründerzeit Erleben vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei die Revitali-
sierung der wertvollen gründerzeitlichen Gebäudestruktur im Stadtteil Neustadt-
Neuschönefeld durch das Erlebbarmachen der Gründerzeit für alle Interessierten vom
Anwohner im Stadtteil bis hin zu Besuchern der Stadt. Es wird ein sich selbst tragendes
Konzept entwickelt zur Ansiedlung von traditionellen Handwerkern, Kunst, Kultur, Handel
und Gastronomie, gekoppelt mit einer erlebnisreichen Darstellung gründerzeitlicher
Lebens- und Bauweise. Neben der baulichen Aufwertung soll auch eine wirtschaftliche
Belebung des Stadtteils bewirkt werden.
Die Gäste aus Venedig stellten ein Nutzungskonzept für die Entwicklung eines konkreten
Gebäudes vor, das in die weitere Planung einfließen wird. Weiterhin wurden zwei
Pilotprojekte aus Venedig und Wien diskutiert.
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12., 13. und 14. September 2005
Leipzig Akademie
Städtisches Kaufhaus
1. Leipzig-Akademie Stadtumbau und Stadterneuerung
An zwei Tagen berichteten Leipziger Stadterneuerungspraktiker von ihrer Arbeit.
Zum Abschluss am dritten Tag besichtigten die Teilnhmer Projekte vor Ort.
Als Gäste waren ca. 40 Vertreter anderer Kommunalverwaltungen, freie Planer,
Wissenschaftler und Studenten gekommen.
Prof. Ringel vom Lehrstuhl Stadtentwicklung der Uni Leipzig moderierte die
Veranstaltung. In den Praxisberichten der Leipziger Akteure ging es einerseits um
konkrete Ansätze wie
die Zwischennutzung von Baulücken und Brachflächen auf der Grundlage
von Gestattungsvereinbarungen,
die Zwischennutzung leerstehender Altbauten,
die Unterstützung der innerstädtischen Eigentumsbildung durch das Leipziger
Selbstnutzerprogramm und
die Stärkung der Stadtteilökonomie durch die Förderung kleiner
und mittlerer Unternehmen.
Anderseits wurden Konzepte vorgestellt, mit denen der Versuch unternommen wird, die
einzelnen Handlungsansätze zusammenzufassen. Dazu dienen integrierte
Stadtentwicklungskonzepte, Stadtteilmanagement und Wirkungsbeobachtung.
Interessant wurde die Veranstaltung durch die Diskussionsbeiträge der Teilnehmer aus
anderen Städten. Der Austausch entwickelte sich zu einer Auswertung der Leipziger
Stadterneuerungspraxis. Dieser Aspekt ist ausbaufähig und soll 2006 weiter entwickelt
werden. Inzwischen haben Leipziger Stadterneuerungspraktiker das Kompetenzzentrum
Stadtumbau und Stadterneuerung Leipzig e.V. gegründet, das 2006 neben weiteren
Angeboten wieder eine Leipzig-Akademie organisieren wird.
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Montag, 12. September 2005
Ausstellungseröffnung
Städtisches Kaufhaus, 1. OG
Eröffnung Ausstellung Neues Bauen in alten Häusern durch den Präsidenten des Bundesamtes für Bauwesen, Florian Mausbach und den damaligen Stadtbaurat
der Stadt Leipzig, Dr. Engelbert Lütke Daldrup
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14. und 15. September 2005
Abschlusskonferenz des Projektes
Re Urban Mobil RUM
Städtisches Kaufhaus
In den Räumen des Städtischen Kaufhauses in Leipzigs Innenstadt fand die
Abschlusskonferenz von Re Urban Mobil statt. Die Ergebnisse des dreijährigen EU-
Projekts wurden in Vorträgen und moderierten Diskussionsrunden der Öffentlichkeit
vorgestellt und besprochen. Während am ersten Tag Erfahrungen der beteiligten
Institutionen und Städte stärker im Mittelpunkt standen, ging es am zweiten Tag um
Fragen, wie die Ergebnisse der Forschung in eine lebendige Planungspraxis überführt
werden können. Und zwar sowohl in den Untersuchungsgebieten der vier beteiligten
Städte, als auch in anderen europäischen Städten. Darüber hinaus wurde die Bedeutung
von EU-Projekten für die Städte und die EU diskutiert. Vorschläge für Inhalte und Struktur
künftiger Projekte konnten gesammelt und den anwesenden Vertretern aus Brüssel und
Straßburg zur weiteren Empfehlung mitgegeben werden.
Re Urban Mobil war eines der wenigen im 5. EU Rahmenprogramm geförderten Projekte,
das von einer Stadt geleitet worden ist. Die EU wird durch Projekte wie Re Urban Mobil in
den Städten sichtbar und die Städte können Projekte und Verfahren durchführen, zu
denen sie alleine nicht in der Lage gewesen wären. Eine stärkere Einmischung der
Städte in die Diskussionen um strategische Ziele der EU und ihre nationale Umsetzung
ist unbedingt ratsam, um diesen Prozess langfristig zu verstetigen
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Montag, 14. September 2005
FreiRaum Party
Städtisches Kaufhaus
Alle Gäste, Teilnehmer und Akteure der Aktionswoche waren herzlich eingeladen zu
einem angeregten Austausch in der angenehmen Atmosphäre des repräsentativen
ehemaligen Messehauses in der Innenstadt Leipzigs.
Musikalisch wurde der Abend begleitet mit der Band "The Boogie Brothers"
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