Rückblick 2006
Bilanz der Veranstaltungen

Die Gründerzeitviertel im Leipziger Westen und Osten gehören in vielerlei Hinsicht zu
den interessantesten Leipziger Stadtteilen. Hier ist baulicher und gesellschaftlicher
Wandel nach wie vor greifbar, treffen alt und neu, saniert und unsaniert, arm und reich
aufeinander. Nirgendwo sonst in Leipzig sind die FreiRäume zur Verwirklichung der
unterschiedlichsten Projekte so groß. Hier wurde in den letzten Jahren der Einsatz von
Fördermitteln konzentriert.

Gemeinsam mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern präsentierte das Amt für
Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig im September und
Oktober unter der Überschrift „FeiRäume leben“ eine ganze Reihe von Veranstaltungen,
die diese Besonderheiten veranschaulichen und Gestaltungsmöglichkeiten verdeutlichen.









12. – 23. September 2006

Zukunftswerkstatt Wohnbauen der Wüstenrot Stiftung
Verladestation am Karl-Heine-Kanal

2006 führte die Wüstenrotstiftung die Sommerakademie „ZukunftsWerkstattWohnbauen"
in Leipzig durch. Im ehemaligen Verladebahnhof im Stadtteilpark Plagwitz haben
AbsolventInnen der Fachrichtung Architektur zum Thema „Gemeinsam individuell -
Wohnen in Leipzig" in einem 14 tägigen Workshop gearbeitet. Die Ergebnisse wurden
anschließend im Rahmen einer kleinen Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die in dieser Zeit erarbeiteten innovativen Planungsansätze und kreativen baulichen
Detaillösungen haben in beeindruckender Form die Möglichkeiten im Umgang mit dem
Flächenpotenzial und leerstehenden Werkshallen in Plagwitz aufgezeigt.




Veranstaltungsflyer





15. September 2006

Forum Leipziger Osten # 18
Freizeittreff Rabet

Das 18. Forum Leipziger Osten blickte zum Ende der ersten EFRE-Förderperiode
2001-2006 auf beachtliche Vorhaben zurück, die mit EU-Finanzhilfe erfolgreich
umgesetzt werden konnten: Stadterneuerung (Eisenbahnstraße, Stadtteilpark Rabet,
Wurzner Straße), Förderung der lokalen Wirtschaft, soziale und kulturelle Projekte.
In Vorbereitung einer Antragstellung für den nächsten EFRE-Förderzeitraum 2007-2013
diskutierte das Forum über die notwendige Fortsetzung einer gezielten Förderpolitik für
den Leipziger Osten und die damit verbundenen Herausforderungen.
Bis 2013 müsse es gelingen, „den Leipziger Osten wirklich nach vorne zu bringen", erklärte Karsten Gerkens, Leiter des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbau-förderung, „bis dahin müssen wir es geschafft haben."
Hauptaugenmerk liegt im Zeitraum 2007-2013 auf Projekten, die Beschäftigung fördern
und die lokale Wirtschaft beleben sowie auf einer noch effektiveren Vernetzung der
arbeitenden sozialen Projekte. Nachhaltige Wirkungen für das Fördergebiet sollen z. B.
Vorhaben wie die weitere Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU),
„Gründerzeit erleben", „Internationales Quartier (IQ_Ost)", erweiterte Integrations- und
Bildungsangebote, OSTLichter-Kulturwochen oder Brachennutzungen und
Grünraumvernetzungen erzielen.
Entsprechend gelte es, alle verfügbaren Mittelarten für optimale Ergebnisse zu
kombinieren, beispielsweise Mittel des Europäischen Sozialfonds und der
Beschäftigungsförderung stärker zu nutzen.











16. September 2006

OSTLicht – das Spätsommerfest im Leipziger Osten

Das OSTLicht-Spätsommerfest 2006 sorgte zwischen Neustädter Markt, Stadtteilpark
Rabet und Lukaskirche für viel Bewegung im Quartier. „Wie aus einem Guss"
(so das Lob vieler Besucher) lockte es mit vielfältigen Erlebnisangeboten — nicht nur die
unmittelbaren Anwohner, sondern neugierige Besucher aus der ganzen Stadt und von
auswärts.
Zentrum des Geschehens war der Stadtteilpark Rabet. Hier vergnügte sich u. a. eine
bunte Kinderschar aus aller Herren Ländern beim NeuSchöneFest.
Klänge unterschiedlichster musikalischer Spielarten schwebten im Rahmen eines
gemeinschaftsprojekts mit der IG POP über der großen Rabet-Wiese.
Mit familienfreundlicher Unterhaltung überzeugte das Volkmarsdorfer Fest an der
Lukaskirche. Das Kunstfest rund um den Neustädter Markt hat sich weiter vergrößert
und bot ein rundes Bühnenprogramm für viele Geschmäcker. Auch die Händler der
IG Lo(c)k-Meile beteiligten sich.
Stärker als im letzten Jahr gelang es, den Zusammenhang der Einzelfeste deutlich zu
machen, mit wandernden Musikern, Artisten und Clowns, Schlendrian, Oldie-Feuerwehr
usw. Der Höhepunkt des Festes aber war der erstmals organisierte Interkulturelle
Mini-Marathon „Der Osten läuft!".

Das Fest war gleichzeitig Auftakt für die 2006er Ausgabe des alljährlich im Herbst
organisierten Kulturfestivals im Leipziger Osten. Die sechs Wochen vom 16. September
bis zum 29. Oktober präsentierten sich ebenso bunt und international wie das
Spätsommerfest.



Veranstaltungsflyer








16. September 2006

Fahrrad-Rallye durch den Leipziger Westen


2006 fand zum zweiten Mal eine URBAN-Fahrrad-Rallye durch den Leipziger Westen
statt. Eine bunt gemischte Truppe interessierter Bürger erkundete bei strahlendem
Sonnenschein Straßenzüge, in denen neuer Wind durch frisch sanierte Häuserzeilen
weht und solche Gegenden, in denen noch neue Ideen und Aktivitäten gefragt sind.
Die Teilnehmer erlebten FreiRäume aller Art: Frisch bepflanzte Grünanlagen auf
ehemaligen Brachflächen, revitalisierte Wohngebiete am Karl-Heine-Kanal und ehemalige
Fabrikruinen mit neuen Nutzungen. Für die Radler wurde der Wandel, den der Leipziger
Westen in den letzten Jahren durchmachte, sichtbar: vom alten Industriegebiet zum
attraktiven, grünen Wohnquartier.
Mit Hilfe von Rätseln fanden die Teilnehmer den Weg zu den einzelnen Stationen und
sattelten unterwegs sogar einmal auf ein Ruderboot um. Der Höhepunkt der Rallye war,
im wahrsten Sinne des Wortes, der Ausblick vom Dach der alten Baumwollspinnerei.




24. September 2006

MuKo Brachenkonzert
Musikalische Komödie

„Rosen aus dem Süden“
Freiluftkonzert mit dem Salonorchester der Musikalischen Komödie


Die Musikalische Komödie präsentierte am Sonntag, dem 24. September 2006, ihr
neu gestaltetes Foyer und erlaubte den Besuchern am Tag der offenen Tür einen Blick
hinter die Kulissen. Gleichzeitig fand die feierliche Einweihung der Dreilindenstraße,
der Angerstraße und natürlich des Vorplatzes der Musikalischen Komödie statt.
Die Straßenbaumaßnahmen wurden mit finanzieller Unterstützung des europäischen
Förderprogramms URBAN II durchgeführt.
Höhepunkt des Tages war am Nachmittag das abschließende Freiluftkonzert mit dem
Salonorchester des Fördervereins der Musikalischen Komödie unter der Leitung von
Leonhard Czernetzki. Bei strahlendem Spätsommerwetter konnten die rund 150 Be-
sucher Musik aus der Zeit von Johann Strauß genießen. Ein ungewöhnliches Platzkon-
zert vor einmaliger Konzertkulisse: Gespielt wurde auf einer Freifläche mit Blick auf
Fassaden, Innenhöfe, die Dreilindenstraße und benachbarte Grundstücke. Parallel zum
Konzert wurden aktuelle Brachflächenkonzepte der Stadt Leipzig durch Schautafeln,
Modelle und Erläuterungen präsentiert. „Freiräume für Bürgerträume" – Brachflächen
bieten viele Möglichkeiten: ob als temporärer Kunstraum, als Nachbarschaftsgarten oder
als öffentliche Platzgestaltung – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.




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